12. Dezember – Die Große Koalation...


Wenn Angela Merkel doch auch nur so niedlich wäre und auf so nette Idee kommen würde...


Ich muss Euch jetzt erstmal berichten, dass wir im "Lone Pine Koala Sanctuary"-Park waren.

Hielt sich die Lust auf der Hinfahrt noch in Grenzen, wurde nach überschreiten des Eingangsbereichs euphorisch der Auslöser der Kamera gequält.

Die kleinen Dinger sind sooooooooooooooo niedlich!


Das könnt Ihr Euch nicht vorstellen. Die lösen beim Menschen ein ähnliches Verhalten aus, wie Delphine.

Nur, dass Delphine einen bewusst zum Lachen bringen wollen und mit einem Spielen und die Jungs hier eher unfreiwillig komisch sind.

Wir wissen jedenfalls, wo sich Steven Spielberg die Inspiration für die Figur Joda aus Star Wars geklaut... ääähhh... geholt hat. Schaut ihn Euch an:


Einen Koala erkennt man an seiner typischen Arbeitshaltung


Na? Liebe Freunde, einige von Euch habe ich auch schon so erlebt!

Beim Koala ist es aber kein Wunder. Er schläft täglich um die 19 Stunden, ist dämmerungsaktiv und den Rest der Zeit verbringt er mit der Nahrungsaufnahme


Von den 800 in Australien existierenden Eukalyptusarten, schmecken den unterschiedlichen Arten von Koalas nur 50 Sorten. Warum es kaum noch Bäume und Koalas gibt, könnt Ihr Euch denken.... der Brite mal wieder....

Zuerst dachte man, der Koala sei aufgrund von Gärprozessen bei der Verdauung des Eukalyptuss angetrunken und daher so schläfrig.


Das ist aber ein Irrtum.

Da der Eukalyptus weitestgehend die einzige Nahrungsquelle ist, geht der Koala nur äußerst schonend mit seiner Energie um. Er wird auch kaum trinkend angetroffen, weil er aus den Blättern die nötige Flüssigkeit verwertet.


Koalas sind Beuteltiere. Die Schwangerschaft dauert bummelig was mit dreißig Tagen und dann krabbelt das nackte Würmchen von der Größe einer halben Geleebohne in den Beutel und säugt sich dort drinnen ne Runde groß... und wird (ich glaub) bis zum 12. Monat von Mutti durch die Gegend getragen.


Im ersten Bild ganz oben säugt Angela Merkel gerade ihr Junges.... ihr seht...keine vorschnellen Schlüsse ziehen ;o)

Die Jungs sind exzellente Kletterer und können sich auch wirklich schnell bewegen (ham wir jesehn!!!)


Der Koala als solches ist ein sehr deutsches Tier....vielleicht ist er sogar Top-Manager. Ein Daumen reicht ihm nicht an der Greifhand. Er hat aus Sicherheitsgründen gleich zwei fürs ordentliche Zugreifen.

Hier die drei restlichen Finger


Klar, dass der Fuß ebenfalls serienmäßig damit ausgestattet ist...


Die Männchen sind an einen braunen Fleck auf der Brust zu erkennen. Das ist eine Drüse, mit der im Vorbeiklettern das Revier markiert wird...


Nebenbei machen sie auch wirklich laute und lustige Geräusche. Es erinnert ein wenig an einen kleinen Hirsch in der Brunftzeit, der zuviel Bier getrunken hat. Denn das Röhren wird von respektablen Rülpsern unterbrochen.

Die Frauen haben so eine Drüse nicht und sind, anders als bei den Menschen, sehr leise, lieb und zurückhaltend.

Vielleicht sind sie aber auch nur kaputt, weil sie den ganzen Tag die schwere Blage mit sich rumschleppen


Uns hat gewundert, dass in diesem Zoo noch so viele Koalas gezeigt wurden. Die sind so niedlich, dass selbst ich dran gedacht habe so einen lustigen Kletter-Rülpser zu mopsen.

Der Zoo war aber ausgezeichnet und manch ein Tier wünschte sich etwas mehr Aufmerksamkeit. Die es dann von uns auch bekam.


Aber nicht jeder war an Aufmerksamkeit interessiert. Das Wombat träumte davon ein Koala zu sein


...und das Känguru erwartete uns schon ungeduldig.


Wir hatten aber schon unsere Vertreterin vorgeschickt, die einen ausgezeichneten Job machte.


Was man auf den Bildern nicht sieht: Die Kleine hatte ein klares Verständnis von Ordnung und Gerechtigkeit. So vertrieb sie mit Hingabe die Tauben, boxte den Emu unsanft zur Seite damit Baby Känguru endlich an das Futter kam. Selten so ein mutiges Kind gesehen.

Dann wollten die (Name vergessen) Vögel uns endlich unseren ersten Weihnachtsbaum zeigen. Leider hatte der schon bessere Zeiten gesehen und so mussten sich die Vögel etwas einfallen lassen. So simulierten sie das grün der Nadeln mit Ihrem Gefieder.


...Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was so ein Schwarm Vögel für einen Lärm macht. So laut und hektisch und aggressiv die Dinger sind... so hübsch sind sie...


...und wollen auch nur Fressen.


Das war eine kleine Auswahl aus 350 Bildern. Gleich kommt noch der Rest.

....Dieser Lone Pine Koala Sanctuary-Wildpark war wirklich toll.

Es dürfte daran liegen, dass unglaublich viel Personal dort tätig ist (bestimmt dreimal so viel, wie im Wildpark-Schwarze Berge bei halber Größe).

Für Kinder und uns ;o) ist das ein toller Park, weil die Wege kurz und die Tiere sehr präsent sind.

So ein Koala schläft in den absurdesten Körperhaltungen und bei der großen Anzahl an Koalas gibt es somit immer was zu schmunzeln. Wenn die Jungs dann wach sind, fängt der richtige Spaß erst an.


Im Streichelgehege überraschte uns ein enormes Gewitter mit sintflutartigem Regen.

Selbst die Schafe stellten sich mit uns unters Zelt.


Dann war unser Besuch leider vorbei.

Morgen geht’s nach Dorrigo (halbe Strecke nach Sydney).