27. April - Manche nennen es Trzebiez, manche nennen es Ziegenort


Wir haben es geschafft! Wir haben rübergemacht....wir sind jetzt in Polen ...und aufregend war das!

Also: Äußere Bedingungen: wie gehabt; blauer Himmel NO 0-1 spiegelglattes Stettiner Haff. Bestes Motorwetter. Aber wir haben wieder für die nötige Abwechslung gesorgt.

Erstmal war ja gar nicht soviel Wasser da, wie in der Karte stand. Dann haben wir uns in den Fischerfähnchen verfahren und dann war ich so beeindruckt vom polnischen Grenzbeamten, dass ich ihn beinahe mit seinem Boot versenkt hätte....dabei wollte ich nur dicht genug heranfahren ;o)

Es ist nämlich so, dass man die Grenze nur zwischen den Grenztonnen 17 und 18 passieren darf. Dann hat man zum Grenzpostenboot zu fahren, was an der Tonne 14 liegt und beantwortet Fragen nach Name, Zielort und Anzahl der Reisenden. Dann muss man an das Boot heranfahren und der Zöllner drückt einem ein Merkblatt in die Hand. Manchmal wollen die auch noch Hausbesuche machen. Heute waren die freundlichen Herren aber so damit beschäftigt ein auf sie zuschnellendes Boot abzuwehren, dass dafür keine Zeit blieb.

Nach der Kontrolle erwartete uns??? Na? Was wohl? Fischernetze. Treffsicher bewältigte ich die erste Welle von Netzen. Bei der zweiten, war eine vermeintlich sichere Durchfahrt nicht ganz so sicher. Aber kleinere Schläge kann Skrollan gut vertragen.

Beidseits des Hauptfahrwassers stehen auf 5 m Wassertiefe Streifen umfangreicher Netzgestelle. Immer in Clustern zu ca. 50 m und das zieht sich dann mehrere 100 m querab zur Rinne.

Da wir neben dem Hauptfahrwasser fuhren, waren die Lücken in diesen Netzanlagen zu treffen. Wie gesagt, das eine war wohl keine Lücke, oder da stand noch ein altes rottes Gestell, was wir unter Wasser getroffen haben.

Den restlichen Vormittag segelten wir dann aber schön nach Trzebiez und klarierten dort ein.

Der Sportboothafen ist zwar recht großzügig aber gegen Nordwinde sehr ungeschützt. Wir liegen hier vor Heckboje und werden, obwohl fast kein Wind ist, trotzdem tüchtig durchgeschüttelt.

Ansonsten ist es hier herrlich. So freundlich sind wir bisher von noch keinem Nachbarn empfangen worden und der Hafenmeister riet Claudia beim Bezahlen doch noch mal nachzudenken, ob unser Boot tatsächlich länger als 8 m sei.

Schön ist’s hier... und so was wie "Brosche" heißt übrigens "Bitte"